Deutscher Mieterbund
Landesverband Schleswig-Holstein

Kiel, den 15.07.2014

Kappungsgrenzenverordnung: Kiel und Lübeck brauchen Schutz

Der Mieterbund Schleswig-Holstein begrüßt die Ankündigung der Landesregierung, im Herbst eine Kappungsgrenzenverordnung in Kraft zu setzen. Die Verordnung kommt spät, aber nicht zu spät, so Landesgeschäftsführer Jochen Kiersch. Das hamburgische Umland und die Bädergemeinden brauchen diesen Schutz schon seit langem. Allerdings gehen die Mietervereine in Kiel und Lübeck davon aus, dass beide Städte unter einem angespannten Wohnungsmarkt leiden. Der rasante Anstieg bei den Beratungen zu Mieterhöhungen stützt diese Annahme ebenso wie die Höhe der Mieterhöhungsforderungen, die den Mietervereinen zur Prüfung vorgelegt werden. Die Mieterorganisation wird den Kriterienkatalog der Landesregierung einer eigenen Bewertung unterziehen. Wenigstens in Kiel läuft aktuell die Erhebung für den Mietspiegel 2014, der nach Meinung des Kieler Mietervereins endgültig Klarheit darüber bringen wird, welchem Druck die Mieter in der Landeshauptstadt ausgesetzt sind. Anhand dieser Daten wird der Kieler Mieterverein gegebenenfalls auf Nachbesserung dringen, falls das Land die Landeshauptstadt vom Schutz durch die Verordnung tatsächlich aussparen sollte.

Verantwortlich: Jochen Kiersch, Kiel