Deutscher Mieterbund
Landesverband Schleswig-Holstein

Kiel, den 26.02.2016

Mieterbund fordert Wohnungsunternehmen zu deutlich mehr eigenen Anstrengungen auf
Bund, Land und Kommunen sollen wieder selbst bauen

Der Mieterbund Schleswig-Holstein fordert Wohnungsunternehmen zu deutlich mehr eigene Anstrengungen auf - Bund, Land und Kommunen sollen wieder selbst bauen.

Nach Schleswig-Holstein zogen bereits vor den Flüchtlingen pro Jahr 10.000 neue Einwohner zu. Wir haben 50.000 Haushalte mit Transferleistungen. Der Mieterbund Schleswig-Holstein nimmt Bezug auf die gestrige Veröffentlichung des Armutsberichtes und die aktuellen Ver-öffentlichungen. Schleswig-Holstein hat aber nur noch 46.000 preisgebundene Wohnungen. Weitere 20.000 sind von einem vorzeitigen Wegfall bedroht. Was nützen da 10.000 genehmigte Wohnungen,  wenn in 2013 nur 7.000 gebaut werden und davon nur 2.600 Wohnungen in klassischen Mehrfamilienhäusern.

„Wohnungsunternehmen,  auch Mitglieder des VNW, könnten bauen. Oder ist die VONOVIA - ehemals Deutsche Annington - nicht Mitglied?!“ Ein Unternehmen mit 350.000 Wohnungen sollte verantwortlich in ihrer Situation neu bauen und nicht versuchen, noch 150.000 Wohnungen der Konkurrenz Deutsche Wohnen zu übernehmen.

Bund, Land und Kommunen müssen wieder selbst bauen. Zunehmend abhängig durch Verkäufe ihrer Wohnungen stehen auch die Grundstücke nie wieder zur Verfügung. Der Deutsche Mieterbund fordert deshalb: „Vergabe in Erbpacht oder wieder langfristige bis zu 80jährige Bindungen. Die Bindung an nur 35 Jahre war ein Kardinalfehler“ so Landesgeschäftsführerin des Mieterbundes Schleswig Heidrun Clausen.

Nähere Auskünfte zu allen hiermit zusammenhängenden Fragen erteilen alle schleswig-holsteinischen Mietervereine. Deren Sprechzeiten und Aufnahmebedingungen können bei der Landesgeschäftsstelle des Deutschen Mieterbundes Schleswig-Holstein, Eggerstedtstraße 1, 24103 Kiel, Telefon 0431/97919-0 erfragt werden. Sie sind auch im Internet verfügbar unter www.mieterbund-schleswig-holstein.de.

Verantwortlich: Geschäftsführerin Heidrun Clausen, Kiel