Deutscher Mieterbund
Landesverband Schleswig-Holstein

Kiel, den 13.11.2018

Mieterbund Schleswig-Holstein: Immobilienatlas zeigt dramatische Entwicklungen!

Die ungebremste Preisentwicklung auf dem Mietwohnungsmarkt spiegelt sich in der aktuellen Veröffentlichung „LBS Immobilienatlas“ wider.

Auf der Insel Sylt hat die auch jetzt wieder sichtbare Preissteigerung bei Verkäufen auf offenbar 10.628,00 € pro Quadratmeter jeden Bezug zu angemessenen Mietpreisen verlassen. Föhr und Amrum ziehen nach.

Im Bereich Lübecker Bucht und Fehmarn kosten Ein- und Zweifamilienhäuser nach der Studie im Schnitt mit 2.152,00 € pro Quadratmeter 26,4 % mehr als im Vorjahr.

Bei den Eigentumswohnungen haben Dahme und Sierksdorf mit +25,5 % bzw. +28,6 % die höchste Steigerung innerhalb der letzten 12 Monate.

In Lübeck werden Preissteigerungen in den Stadtteilen „Buntekuh“, „St. Jürgen“, „Kücknitz“ und „Moisling“ von 16,6 % bis 37,3 % von 2017 zu 2018 ausgewiesen.

In der Landeshauptstadt Kiel liegen die Preise nach dem „LBS Immobilienatlas“ bei Eigentumswohnungen im Schnitt bei 2.330,00 € pro Quadratmeter. Erzielt wurden in den Stadtteilen „Ravensberg/Brunswik/Düsternbrook“ und „Mitte“ jedoch Preise von über 3.000,00 € pro Quadratmeter.

Der Mieterbund Schleswig-Holstein befürchtet, dass es in den hochpreisigen Stadtteilen und auch in anderen ehemals ländlichen Regionen (siehe z.B. Fehmarn) zu Verdrängungen der Mieter kommen wird. Dies wird zu einer Veränderung der sozialen Strukturen führen. „Wir sehen die Gefahr, dass nicht nur Mieterinnen und Mieter mit unterdurchschnittlichen, sondern auch mit mittleren Einkommen auf der Strecke bleiben.“, so Geschäftsführerin Sophie Mainitz vom Mieterbund Schleswig-Holstein, „Derartige Preissteigerungen können voraussichtlich nicht durch die Einkommensentwicklung eines Arbeitnehmer-Haushaltes aufgefangen werden. An dem verstärkten Neubau von Sozialwohnungen wird unser Bundesland daher nicht vorbeikommen.“. 

Verantwortlich: Geschäftsführerin Sophie Mainitz, Kiel