Deutscher Mieterbund
Landesverband Schleswig-Holstein

Kiel, den 27.03.2018

Bruttowarmmiete unzulässig

Die Vereinbarung einer Bruttowarmmiete oder Inklusivmiete, bei der die Heizkosten in der Miete schon enthalten sind, ist rechtlich unzulässig. Die Heizkostenverordnung schreibt nach Angaben des Deutschen Mieterbundes Landesverband Schleswig-Holstein eine verbrauchsabhängige Heizkostenabrechnung für zentral beheizte Gebäude zwingend vor.

Kiel, den 19.03.2018

Heizungsgeräusche

Wer kennt sie nicht: Regelmäßige Klopfgeräusche bzw. ständiges Rauschen und Knacken in der Heizung. Das sind Wohnungsmängel, die der Vermieter abstellen und beseitigen muss, so der Deutsche Mieterbund Landesverband Schleswig-Holstein. Unter Umständen kann der Mieter, solange es klopft und knackt, auch die Miete mindern. Mitunter reicht es bei Heizungsgeräuschen aber auch schon aus, wenn die Heizung entlüftet wird. Das kann oft der Hausmeister oder der Mieter auch selbst übernehmen.

Kiel, den 01.03.2018

Winterdienst bei Eis und Schnee

Grundstückseigentümer oder Vermieter sind in der Regel zur Schnee- und Eisbeseitigung verpflichtet. Mieter müssen nach Angaben des Deutschen Mieterbundes Landesverband Schleswig-Holstein nur dann Schnee räumen, wenn dies im Mietvertrag ausdrücklich vereinbart wurde. Eine Regelung in der Hausordnung reicht nicht aus. Es gibt auch kein Gewohnheitsrecht, demzufolge die Bewohner im Erdgeschoss zur Schneebeseitigung verpflichtet sind.

Der Vermieter kann die Arbeiten durch einen Hausmeister erledigen lassen oder einen gewerblichen Räumungsdienst beauftragen. Die anfallenden Kosten können als Betriebskosten auf den Mieter umgelegt werden, wenn dies im Mietvertrag geregelt wurde. Auch wenn der Vermieter seine Pflichten auf den Mieter abwälzt, muss er kontrollieren, ob ordnungsgemäß gefegt wurde. Er haftet unter Umständen im Schadensfall.

Kiel, den 10.03.2018

Landesverbandstag in Pinneberg

Mietervereine fordern Grundrecht auf bezahlbaren Wohnraum

Auf dem alle zwei Jahre stattfindenden Landesverbandstag in Pinneberg fordern die schleswig-holsteinischen Mietervereine die Politik und die Wohnungswirtschaft auf, sich auf den Bau von bezahlbaren Wohnungen zu konzentrieren. In den vergangenen Jahren wurden trotz des Anstiegs der Bevölkerung ganz offensichtlich weder die notwendige Anzahl, noch die dringend erforderlichen preiswerten Wohnungen für durchschnittliche und untere Einkommensbezieher errichtet.

Vor ca. 140 Teilnehmern, darunter Gäste aus Politik, Verwaltung und dem Verbandswesen, Delegierte und Gastdelegierte aus den angeschlossenen Mietervereinen, referiert Ministerpräsident Daniel Günther zur aktuellen Wohnungspolitik in Schleswig-Holstein.

Mieterbund-Präsident Dr. Franz-Georg Rips fordert konsequenten Mietwohnungsbau mit dem Thema „Bezahlbarer Wohnraum für alle – Forderungen zur Wohnungs- und Mietenpolitik“.

Jochen Kiersch, Vorsitzender des Mieterbundes Schleswig-Holstein, erklärt:“ Die Wohnungsprobleme sind hausgemacht: Sie resultieren aus dem Verkauf kommunaler Wohnungsbaugesellschaften an renditeorientierte Finanzinvestoren, der gewollten Reduzierung des Sozialwohnungsbestandes und der viel zu geringen Neubautätigkeit!“

Kiel, den 22.02.2018

Mieterbund zur Volksinitiative -
VNW schönt Verbandsaktivitäten und verniedlicht Probleme am Wohnungsmarkt

Der Mieterbund Schleswig-Holstein sieht die Volksinitiative zur Aufnahme eines Grundrechts auf angemessenes Wohnen in die Landesverfassung durch den VNW bestätigt.

Fakt ist, dass die im Verband VNW gebundenen Wohnungsunternehmen kräftig am Markt mitmischen.

Mitglieder der Organisation sind nach dem Ankauf ehemals öffentlich geförderter Wohnungsbestände auch große Finanzinvestoren wie die Vonovia, die bisher kein Interesse erkennen lassen, neu zu bauen. Gleichzeitig beteiligen sie sich per Knopfdruck an flächendeckenden Mieterhöhungen und nutzen nach den Erfahrungen des Mieterbundes Schleswig-Holstein jede Chance, auch kleine Steigerungen zu realisieren, die mitverantwortlich für den starken Anstieg der Mieten sind.