Deutscher Mieterbund
Landesverband Schleswig-Holstein

Kiel, den 19.03.2018

Heizungsgeräusche

Wer kennt sie nicht: Regelmäßige Klopfgeräusche bzw. ständiges Rauschen und Knacken in der Heizung. Das sind Wohnungsmängel, die der Vermieter abstellen und beseitigen muss, so der Deutsche Mieterbund Landesverband Schleswig-Holstein. Unter Umständen kann der Mieter, solange es klopft und knackt, auch die Miete mindern. Mitunter reicht es bei Heizungsgeräuschen aber auch schon aus, wenn die Heizung entlüftet wird. Das kann oft der Hausmeister oder der Mieter auch selbst übernehmen.

Kiel, den 10.03.2018

Landesverbandstag in Pinneberg

Mietervereine fordern Grundrecht auf bezahlbaren Wohnraum

Auf dem alle zwei Jahre stattfindenden Landesverbandstag in Pinneberg fordern die schleswig-holsteinischen Mietervereine die Politik und die Wohnungswirtschaft auf, sich auf den Bau von bezahlbaren Wohnungen zu konzentrieren. In den vergangenen Jahren wurden trotz des Anstiegs der Bevölkerung ganz offensichtlich weder die notwendige Anzahl, noch die dringend erforderlichen preiswerten Wohnungen für durchschnittliche und untere Einkommensbezieher errichtet.

Vor ca. 140 Teilnehmern, darunter Gäste aus Politik, Verwaltung und dem Verbandswesen, Delegierte und Gastdelegierte aus den angeschlossenen Mietervereinen, referiert Ministerpräsident Daniel Günther zur aktuellen Wohnungspolitik in Schleswig-Holstein.

Mieterbund-Präsident Dr. Franz-Georg Rips fordert konsequenten Mietwohnungsbau mit dem Thema „Bezahlbarer Wohnraum für alle – Forderungen zur Wohnungs- und Mietenpolitik“.

Jochen Kiersch, Vorsitzender des Mieterbundes Schleswig-Holstein, erklärt:“ Die Wohnungsprobleme sind hausgemacht: Sie resultieren aus dem Verkauf kommunaler Wohnungsbaugesellschaften an renditeorientierte Finanzinvestoren, der gewollten Reduzierung des Sozialwohnungsbestandes und der viel zu geringen Neubautätigkeit!“

Kiel, den 22.02.2018

Mieterbund zur Volksinitiative -
VNW schönt Verbandsaktivitäten und verniedlicht Probleme am Wohnungsmarkt

Der Mieterbund Schleswig-Holstein sieht die Volksinitiative zur Aufnahme eines Grundrechts auf angemessenes Wohnen in die Landesverfassung durch den VNW bestätigt.

Fakt ist, dass die im Verband VNW gebundenen Wohnungsunternehmen kräftig am Markt mitmischen.

Mitglieder der Organisation sind nach dem Ankauf ehemals öffentlich geförderter Wohnungsbestände auch große Finanzinvestoren wie die Vonovia, die bisher kein Interesse erkennen lassen, neu zu bauen. Gleichzeitig beteiligen sie sich per Knopfdruck an flächendeckenden Mieterhöhungen und nutzen nach den Erfahrungen des Mieterbundes Schleswig-Holstein jede Chance, auch kleine Steigerungen zu realisieren, die mitverantwortlich für den starken Anstieg der Mieten sind.

Kiel, den 01.03.2018

Winterdienst bei Eis und Schnee

Grundstückseigentümer oder Vermieter sind in der Regel zur Schnee- und Eisbeseitigung verpflichtet. Mieter müssen nach Angaben des Deutschen Mieterbundes Landesverband Schleswig-Holstein nur dann Schnee räumen, wenn dies im Mietvertrag ausdrücklich vereinbart wurde. Eine Regelung in der Hausordnung reicht nicht aus. Es gibt auch kein Gewohnheitsrecht, demzufolge die Bewohner im Erdgeschoss zur Schneebeseitigung verpflichtet sind.

Der Vermieter kann die Arbeiten durch einen Hausmeister erledigen lassen oder einen gewerblichen Räumungsdienst beauftragen. Die anfallenden Kosten können als Betriebskosten auf den Mieter umgelegt werden, wenn dies im Mietvertrag geregelt wurde. Auch wenn der Vermieter seine Pflichten auf den Mieter abwälzt, muss er kontrollieren, ob ordnungsgemäß gefegt wurde. Er haftet unter Umständen im Schadensfall.

                                                    

 

Kiel, 16. Februar 2018

PRESSEMITTEILUNG

SoVD und Mieterbund geben Startschuss zur
Volksinitiative für bezahlbaren Wohnraum

Die Landesvorsitzende des Sozialverbands Deutschland (SoVD), Jutta Kühl, und ihr Stellvertreter Sven Picker haben gemeinsam mit dem Landesvorsitzenden des Deutschen Mieterbundes (DMB) Jochen Kiersch und dem Geschäftsführer Carsten Wendt am Freitag, 16. Februar, auf einer Pressekonferenz im Landeshaus den Startschuss zu einer Volksinitiative für bezahlbaren Wohnraum in Schleswig-Holstein gegeben. Ziel ist es, das Recht auf bezahlbaren und angemessenen Wohnraum in der Landesverfassung zu verankern. Von jetzt an haben beide Verbände ein Jahr Zeit, um 20.000 Unterschriften von Bürgerinnen und Bürgern Schleswig-Holsteins zu sammeln und anschließend dem Landtagspräsidenten zu übergeben. Ist das Quorum erfüllt, muss sich der Landtag mit dem Anliegen der Volksinitiative befassen.