Deutscher Mieterbund
Landesverband Schleswig-Holstein

Kiel, den 15.03.2007

Starker Anstieg in der Beratungsnachfrage

Einmal jährlich werten die schleswig-holsteinischen Mietervereine ihre Beratungsstatistik aus. Das Jahresergebnis für 2006 belegt eindrucksvoll, was sich schon unterjährig abzeichnete: Die Beratungsnachfrage ist von 36.188 Terminen in 2005 auf 42.220 im Jahre 2006 angestiegen.

Kiel, den 24.04.2007

Änderung der Landesbauordnung geplant - Nachrüstpflicht für Wasseruhren soll fortfallen

Unter dem 21.03.2007 hat das Innenministerium die Verbände aufgefordert, eine Stellungnahme zum Entwurf der neuen Landesbauordnung abzugeben. Mit der Straffung und Vereinfachung des Gesetzes können sich die schleswig-holsteinischen Mietervereine prinzipiell durchaus einverstanden erklären. Widerspruch macht sich aber an der Absicht der Landesregierung fest: Die bisher gesetzlich verankerte Verpflichtung, jede Wohnung bis spätestens 31.12.2014 mit Wasserzählern auszustatten, ersatzlos zu streichen.

Kiel, den 14.06.2007

Landeswohnraumförderungsgesetz in Arbeit

Infolge der Föderalismusreform ist die Kompetenz für die Wohnraumförderung vom Bund auf die Länder übergegangen. Im Innenministerium wird zur Zeit ein Landeswohnraumförderungsgesetz ausgearbeitet,

Kiel, den 12.06.2007

 

Heiz- und Betriebskostenabrechnungen: Bürgerliches Gesetzbuch gilt auch für Heuschrecken

„Leider sind uns trotz intensiver Bemühungen die abgelesenen Verbrauchsanteile für Ihre Liegenschaft erst im April 2007 übermittelt worden. Bevor diese Werte zur Berechnung der jeweiligen Verbrauchskostenanteile nicht bei uns vorhanden waren, konnten wir Ihnen leider keine Abrechnung der Heizkosten für das Jahr 2005 zur Verfügung stellen. Dadurch liegt die verspätete Abrechnungserstellung nicht in unserem Verschulden und wir weisen darauf hin, dass die Wirksamkeit des Ergebnisses aus der Abrechnung von dieser Tatsache unberührt bleibt."

Mit dieser windelweichen Entschuldigung versucht einer der größten Vermieter Deutschlands

Kiel, den 02.12.2010

Gutachten im Auftrag des Bundesbauministeriums stellt fest:
Bundesweit rund 200 Mietnomadenfälle in den letzten 5 Jahren
Mieterbund fordert Rücknahme der geplanten Mietrechtsänderung

Prof. Dr. Markus Artz und Prof. Dr. Florian Jacoby von der Forschungsstelle Immobilien an der Universität Bielefeld haben heute im Bundesbauministerium das Ergebnis ihrer "Mietnomadenuntersuchung" vorgestellt. Danach hat es in den letzten 5 Jahren nachweislich rund 200 Mietnomadenfälle in Deutschland gegeben. Insgesamt sind gerade mal ca. 400 Fälle dokumentiert, dabei stammt der älteste Mietnomadenfall aus dem Jahr 1966.